Originalartikel aus dem Handelsblatt.
Berlin/Sydney, 22.01.2026 – Ob im Behandlungsverlauf, der Diagnose oder Therapie: Ärzte und medizinisches Fachpersonal verbringen einen Großteil ihrer Arbeit mit administrativen Aufgaben. In Deutschland fallen durchschnittlich drei Stunden für Dokumentationsarbeiten an. Ein Umstand, der häufig keinen Nutzen für die qualitative Patientenversorgung hat und das Arzt-Patienten-Verhältnis belastet.
Das australische HealthTech Heidi ändert dies und expandiert als Folge seines beeindruckenden Wachstums in den DACH-Raum. Im neu eröffneten Berliner Büro verantwortet Dr. Hendrik Steenfadt, ausgebildeter Arzt und vorheriger Venture-Capital-Investor im HealthTech-Team von Speedinvest, die Expansion.
Heidi ist der KI-gestützte Allrounder, der Praxen, Kliniken und Fachärzten zur Seite steht und ihre Kapazitäten für eine qualitativ verbesserte Patientenversorgung erweitert – unter anderem durch die Automatisierung klinischer Dokumentation oder die Nachbereitung von Patientenkommunikation.
Hunderttausende Ärzte und medizinische Fachkräfte aus über 200 Fachrichtungen nutzen Heidi bereits, um die administrative Belastung zu reduzieren. Seit dem Launch im Februar 2024 hat Heidi 85 Millionen Patientenkonsultationen unterstützt und über 31 Millionen Arbeitsstunden für Ärzte im klinischen Alltag freigesetzt – in 110 Sprachen und 190 Ländern.
KI-Allrounder, der Arzt-Patienten-Beziehung fundamental verbessert
Dabei trifft Heidi keine medizinischen Entscheidungen. Diagnostik, Interpretation und Therapie bleiben in der Verantwortung der Ärzte. Heidi begleitet als KI-Unterstützer die Arbeit rund um die Versorgung und nicht die Versorgung selbst. Die Software ist leicht in bestehende Krankenhausinformations- (KIS) und Praxisverwaltungssysteme (PVS) integrierbar.
Dr. Thomas Kelly, CEO von Heidi und Arzt für Gefäßchirurgie, sagt: „Ärzte haben einen hippokratischen Eid auf ihre Patienten geschworen, nicht auf die Bürokratie. Es ist nicht tragfähig, dass der Versorgungsbedarf im Gesundheitswesen weiter steigt, während die verfügbare klinische Zeit immer knapper wird. Wir wollen mit Heidi ein Gesundheitssystem fördern, das die klinische Kapazität erweitert – ohne das Wohlbefinden der Behandelnden der Patienten zu gefährden.”
Technologie, um das überlastete System zu stabilisieren
Insbesondere in DACH wird der Einsatz von KI Synergieeffekte erzeugen, die für Ärzte und Patienten gleichermaßen von Vorteil sein werden, wie die Praxis zeigt. Denn Heidi ist bereits in vielen medizinischen Einrichtungen in DACH fester Bestandteil. “Ich spare dank Heidi täglich im Schnitt 1-2 Stunden an administrativer Arbeit und kann mir so viel mehr Zeit für meine Patienten nehmen. Diese wiederum sind total beeindruckt, wie viele Details wir aus den Konsultationen mitnehmen können”, sagt Stefan Spieren, Facharzt für Allgemeinmedizin und Allgemeinchirurg sowie Gründer des Digitalen Facharzt- und Gesundheitszentrums (DFGZ) in Olpe.
Vertrauen, Sicherheit und Integration im Fokus
Viele Ärzte nutzen KI bereits informell zur Vorbereitung von Arztbriefen oder zur Strukturierung von Notizen. Heidi bietet für die Nutzung der Technologie einen klar definierten, sicheren und integrierten Ansatz. Grundlage ist das Notizen-Tool (der weltweit meistgenutzte medizinische "Scribe"), das mittlerweile Teil eines umfassenderen Care-Partner-Konzepts ist: KI als verlässliche Unterstützung im Hintergrund, nicht als Ersatz für ärztliche Kompetenz.
Für den Einsatz im DACH-Raum setzt Heidi auf hohe Datenschutz- und Sicherheitsstandards, mit Servern in Deutschland und klaren Compliance-Strukturen.
Heidi Health in Zahlen (Stand: Dezember 2025):
- Gründung: 2021 in Sydney, Australien, von Dr. Thomas Kelly, Waleed Mussa und Yu Liu – seit 2024 als KI-basierter medizinischer Schreibassistent
- Mitarbeiter: > 330
- Marktdurchdringung: 190 Länder in 110 Sprachen
- Finanzierung: insgesamt $100 Millionen (Bewertung: $465 Millionen; Series B)
- Investoren: u.a. Point72, LocalGlobe, Headline & Blackbird
- Kunden in DACH (Auswahl): Klinikgruppen wie das Swiss Medical Network und Arztpraxen wie dem DFGZ aus Olpe oder die Noahklinik aus Kassel
Über Heidi
Heidi ist ein AI Care Partner, der Ärzte unterstützt, indem er die nicht-klinische Arbeit rund um die Patientenversorgung übernimmt – darunter Dokumentation, Aufgabenmanagement, Follow-ups und das strukturierte Aufbereiten relevanter Informationen. Im Kern steht der weltweit meistgenutzte medizinische Scribe. Heidi wird in Hausarztpraxen, Kliniken und spezialisierten Fachbereichen eingesetzt. Die medizinische Verantwortung bleibt stets bei den behandelnden Ärzten. Heidi unterstützt die Arbeit rund um die Versorgung – nicht die Versorgung selbst. Mehr unter: https://www.heidihealth.com/de-de
Pressekontakt
Herr Stanij WicazRedgert Commsstanij.wicaz@redgertcomms.com